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Sonntag, 24. April 2016

Design Stilosophie - Ausgabe 04

Regelmäßig stilosophieren wir über die neuesten Design-Produkte oder auch altbekanntes Stilvolles. Willkommen zu vierten Design Stilosophie Ausgabe. 

Die Design-Themen dieser Ausgabe:

1| Woodcessories 
2| Menu Pfeffer & Salzmühle
3| Sofitel Dubai The Palm Resort & Spa
4| Weltevree Guidelight
5| Kibek Fading World


Woodcessories

Die Gründer von Woodcessories lernten sich auf einer Expedition durch den Roosevelt National Forest kennen und waren schnell einer Meinung: Jeder sollte ein Stück Natur bei sich tragen. Seitdem kreiert und vertreibt das Team stylishe Designitems für Apple Produkte - in ehrlichem Handwerk und aus exklusiven Holzmaterialien. Einziges Manko: Es werden nur Produkte für Apple angeboten. Sorry, Androids.

Bildquelle: woodcessories.com
Weitere Infos auf woodcessories.com

Menu Pfeffer & Salzmühle

So schön können einfache Pfeffer & Salzstreuer sein. Naja, so einfach sind sie aber dann doch nicht. Das exklusive, skandinavische Design spricht für sich. Dazu sind beide mit einem stufenlos einstellbaren Keramik-Mahlwerk ausgestattet. Das Upside Down Design verhindert unschöne Krümel auf dem Untergrund. Ganz günstig sind die Designobjekte aber nicht. Das 2er Set steht für rund 70 Euro vielleicht ja schon bald in eurer Küche.

Bildquelle: menu-design-shop.de
Weitere Infos auf menu-design-shop.de


Sofitel Dubai The Palm Resort & Spa

Dies ist ein Resort, in dem auch schon die Standard Zimmer der absolute Wahnsinn sind und nicht nur die Suiten, Lodges und Villas, die ebenfalls auf dem großen Hotelgelände angeboten werden. Das Resort befindet sich in Dubai auf der weltbekannten Palme, jener künstlich aufgeschütteten Insel, auf der auch das berühmte Atlantis Hotel nicht weit entfernt steht. Das 5-Sterne-Luxushotel verfügt über einen 500 Meter langen Privatstrand und 381 Zimmer und Suiten. Auch im eleganten Spa Bereich bleiben keine Wünsche offen. Das Resort hat darüber hinaus schon zahlreiche Awards erhalten. Unter anderem den World Luxury Spa Award und den Blue Flag Award in der Kategorie Best Beach.

Bildquelle: sofitel.com

Weitere Infos auf sofitel-dubai-thepalm.com


Weltevree Guidelight

Die neue Designer-LED-Lampe sieht nicht nur ungewöhnlich aus, sie ist auch vielseitig einsetzbar. Zum Beispiel als Nachttischlampe für die Kids, als abendliche Tischbeleuchtung für ein gemütliches Ambiente auf Terrasse und Balkon oder beim nächsten Outdoor Trip. Zudem ist die Leuchte auch als strahlkräftigere Taschenlampe einsetzbar. Dafür dreht man einfach den beweglichen Kugelkopf. Die Lampe ist für 98 Euro in Rot oder Olivgrün erhältlich.

Bildquelle: weltevreeshop.nl
Weitere Infos auf weltevreeshop.nl

Kibek Vintage-Teppich Fading World

Ich liebe Vintage-Teppiche. Sie sind nichts Neues mehr. Stimmt. Und doch liegen sie immer noch voll im Trend. Ihr Design spricht Bände und sieht so aus, als seien schon viele Füße über deren hochwertige Materialien gelaufen, ohne schmutzig zu wirken. Als seien viele Geschichten darauf erzählt worden oder gar entstanden. Der Vintage-Teppich Fading World ist in sechs Größen und 4 Farben erhältlich. Die Preise beginnen bei 59 Euro mit der kleinsten Größe (60 x 90 cm) und enden bei 999 Euro für die größte Variante (230 x 330 cm).

Bildquelle: kibek.de

Weitere Infos auf kibek.de


Bis zur nächsten Ausgabe.

Life is good. True story.
Euer Dominik

Samstag, 9. April 2016

Fliegen mit Stil - Was man unbedingt dabei haben sollte.

Schon der deutsche Dichter Henning Sabo schrieb: "Die Raupe, die vom Fliegen weiß, ist noch kein Schmetterling". Und genauso verhält sich das auch mit dem Menschen. Aus Fehlern wird man bekanntlich klug. Auch aus denen anderer. Ich bin schon unzählige Male geflogen und habe im Laufe der Zeit meine Reiseausstattung meinen Fehlern und Bedürfnissen angepasst. In diesem Artikel zeige ich euch die Dinge, auf die ihr beim Fliegen nicht verzichten solltet. Für mehr Komfort, mehr Freude und natürlich auch mehr Stil beim Fliegen.

Die richtige Ausstattung sorgt für mehr Komfort und ein entspanntes Reisen auf langen Flügen. Dann geht es euch garantiert auch so gut, wie dem Ukulele spielenden Herren aus der Lufthansa Premium Economy. Bildquelle: www.lufthansa.com


1 | Reisekleidung

Auf Kurzstreckenflügen ist sie nicht unbedingt nötig, auf Langstrecken sind gemütliche Hosen, wie Trainings- oder Freizeithosen allerdings sehr empfehlenswert. Welche Variante und Ausführung getragen werden sollte hängt dabei ganz vom Träger oder der Trägerin ab. Nur bequem sollte sie sein. Idealerweise solltet dabei auf Gesäßtaschen verzichtet werden, deren Nähte bei langen Flügen sich mitunter schon mal in der Allerwertesten bohren. Dazu ein langärmliges, bequemes Shirt und man ist für den Flug Klamottentechnisch bestens gewappnet. Übrigens haben gemütliche Hosen nichts mit schlechtem Stil zu tun, denn auch auf Business Class Flügen haben Geschäftsleute immer auch ihre Reiseklamotte parat. Ihr könnt sie kurz vor dem Boarding am Gate wechseln (hier bleibt in der Regel mehr als genügend Zeit) oder aber direkt an Bord, bis alle Gäste ihr Plätze gefunden und ihr Handgepäck verstaut haben. Zu diesem Zeitpunkt sind nämlich auch die Bordtoiletten noch frisch gesäubert.

2 | Rucksack oder Tasche

Damit ihr während des Fluges alles Wichtige beisammen und griffbereit habt, besorgt euch am besten einen kleinen oder mittelgroßen Rucksack. Oder eine praktische Reisetasche, die den Handgepäckbestimmungen entspricht. Diese könnt ihr beim Start dann einfach unter dem Sitz verstauen und müsst somit nicht noch mal über andere Fluggäste steigen, um eure Habseligkeiten aus den Oberfächern zu holen. (z.B. den Tecographic II 23 Daypack für 70 Euro von VAUDE)


Der Tecographic II 23 Daypack von VAUDE ist handlich,
fast trotzdem alles Wichtige. Mit seinen vielen, praktischen
Taschen ist er mein perfekter Begleiter. Bildquelle: VAUDE.com


3 | Kaugummis 

Mancher Start geht dank erheblicher Druckunterschiede ganz schön auf die Ohren. Gut, wenn man sich kurz vor dem Start noch einen Kaugummi genehmigt. Das erleichtert den Druckausgleich, gerade auch, wenn Kinder mit dabei sind, die den Ausgleich vielleicht noch nicht eigenständig machen können. Netter Nebeneffekt: Nach dem Snack an Bord ersetzen Zahnpflegekaugummis die eigentlich nötige Zahnbürste. Alternativ tun es aber auch zuckerfeie Bonbons. Bei einer Erkältung kann Nasenspray vor dem Start helfen die Nase frei zu bekommen, um den Druckunterschieden Stand zu halten. Es gibt kaum etwas Unangenehmeres als Ohren, die vom Druck den ganzen Flug über zu bleiben und erst bei Landung wieder unter Schmerzen aufgehen.


4 | Kompressionssocken

Während eines langen Fluges sackt das Blut im Körper in die Beine. Füße und Beine werden schwer und schwellen dadurch an. Zieht man an Bord seine Schuhe aus, kann es nach dem Flug schwierig werden, wieder in die Schuhe zu kommen. Abhilfe können hier Kompressionssocken aus dem Sanitätshaus schaffen. Oder ihr nehmt einfach die Kompressionssocken eurer Laufausrüstung, so wie ich. Gerade bei Langstreckenflügen sorgen diese für eine bessere Blutzirkulation und unterstützen den Kreislauf, so dass man nach dem Flug auch fit wieder aussteigt. Sollte es an Bord etwas kälter werden, können einfach noch ein paar dickere Socken über die Kompressionssocken gezogen werden. Denn nur wer warme Füße hat, der schläft auch später gut ein. (z.B. cep Night Run 2.0 Kompressionssocken für 49,95 Euro bei Runnerspoint.de)

Kompressionssocken aus dem Laufequipment eignen
sich auch super für Langstreckenflüge. Zum Beispiel
meine cep Night Run Socks. Bildquelle: cepsports.com

5 | Halstuch

Die Luft im Flugzeug wird häufig sehr heruntergekühlt. Dies ist einer der häufigsten Ursachen für Erkältungen bei und nach Flügen. Ein einfaches Halstuch schützt den empfindlichen Halsbereich und sorgt für wohlige Wärme. Ich benutze auch hier immer ein Halstuch aus meinem Laufequipment (z.B. gWinner Schlauschal für 8 Euro bei Amazon.de)


Ebenfalls aus meinem Laufequipment: Der Schlauchschal wärmt
Hals und Nacken während des Fluges und beugt Erkältungen vor.
Innen ist er mit weichem Vlies ausgestattet. Bildquelle: Amazon.de


6 | Nackenkissen

Manche Airlines bieten Kopfkissen an, manche aber auch nicht. Oder es gibt nicht genügend Kissen an Bord. Generell sind diese aber auch nicht die hygienischsten, da oftmals nur der Bezug getauscht wird. Mit einem Nackenkissen seid ihr hier ganz autark und könnt entspannt euren Kopf ablegen. Durch die gestützte Haltung verringert es Verspannungen im Nacken, die Kopfschmerzen verursachen können. Perfekt ist ein Nackenkissen, wenn die Hülle auch noch schön kuschelig weich ist. Der Vorteil von aufblasbaren Nackenkissen: Ihr könnt die Härte selbst regulieren. Da der Druck in der Kabine in der Luft aber unterschiedlich zu dem am Boden ist, das Nackenkissen erst auf Flughöhe aufblasen. Oder vor dem Flug nur sehr gering aufblasen. Ihr werdet sehen, auf Flughöhe ist es dann proppenvoll. (z.B. Newgen Medicals Nackenkissen für 10 Euro auf Amazon.de)


Die Oberfläche des Nackenkissens ist aus weichem Vlies. Die
Härte lässt sich durch eigenes Aufblasen selbst regulieren.
Bildquelle: Amazon.de


7 | Akku-Ladegerät

Wer wie ich häufiger und lange fliegt, sollte unbedingt ein Akku-Ladegerät für Smartphones  und Tablets mit an Bord haben, denn auf das Entertainment-Programm der Fluggesellschaften ist leider nicht immer Verlass. So könnt ihr entspannt und stundenlang lesen, Filme schauen oder arbeiten. Und das so lange es euch beliebt. Kleiner Hinweis: Bei der Sicherheitskontrolle vor dem Flug werdet ihr wegen der Power Bank sicherlich noch mal eingehender kontrolliert. Das sollte euch aber keine Sorgen bereiten. Einfach das Power Bank ganz nach oben griffbereit im Handgepäck platzieren und alles wird gut. (z.B. Power Tube 5200mAh für 28 Euro bei mipow.com)


Ein Akku-Ladegerät verlängert die Akkulaufzeit
eurer technischen Geräte an Bord, wie z.B.
Smartphones oder Tablets. Bildquelle: Amazon.de


8 | Wasser

Klingt vielleicht im ersten Moment etwas banal, ist aber trotzdem eines der wichtigsten Utensilien beim Fliegen. Die Luft ist in der Kabine durch die Klimaanlage äußerst trocken und das birgt die Gefahren durch Krankheitserreger, da die  Schleimhäute austrocknen können. Also besser kurz vor dem Flug (aber erst NACH dem Sicherheitscheck) noch mal etwas Wasser besorgen und immer eine Flasche zur Hand haben. Dann könnt ihr jederzeit zwischendurch daran nippen. Oder bei jeder Gelegenheit das Kabinenpersonal um Wasser bitten. Auf Alkohol solltet ihr aber aufgrund seiner gefäßerweiternden Wirkung besser verzichten.

9 | BOSE Noice Cancelling Headset

Auf eines möchte ich auf keinem Flug mehr verzichten: Auf mein BOSE Noice Cancelling Headset. Dieses hat ein integriertes Mikrofon, dass störende Geräusche, wie Turbinen- oder Passagierlärm, im Umfeld aus den Kopfhörern herausfiltert. Damit kann man nicht nur entspannter (und vor allem auch mit geringerer Lautstärke) Musik hören oder Filme schauen. Auch ohne Abspielgerät hat es denselben Effekt, wie Ohropax im Ohr, ist nur deutlich angenehmer zu tragen. (Noice Cancelling Headset für 299 Euro von BOSE). Natürlich kann man aus Budgetgründen auch auf normale Ohropax Ohrstecker ausweichen.


Damit hat man seine Ruhe: Die Noise Cancelling Kopfhörer von BOSE
filtern störende Geräusche einfach heraus. Übrig bleibt ein toller Klang von
Musik oder Filmen - oder auch einfach seine Ruhe. Bildquelle: BOSE.de


10 | Augenbinde

Wenn man an Bord eines Flugzeuges schlafen will, benötigt man zusätzlich zu Punkt 9| auch noch eine Augenbinde. Die von den Airlines zum Teil kostenlos verteilten Augenbinden sind zwar ganz ok, aber lange nicht so bequem wie Augenbinden mit Wölbungen. Diese sitzen sehr bequem auf Kopf und Augenpartie und sind fast nicht zu spüren. Perfekt für einen erholsamen Schlaf. (z.B. 3D Schlafmaske für rund 10 Euro von Ohropax)


Für mich die beste Schlafmaske, die es gibt. Die 3D Schlafmaske
von Ohropax. Bildquelle: ohropax.de


11 | Reisezahnbürste

Es gibt kaum erfrischenderes, als sich nach einem langen Flug die Zähne zu putzen. Manche Fluggesellschaften verteilen Zahnbürsten- und pasten auch kostenlos. Trotzdem solltet ihr eure Reisezahnbürste und Zahnpasta immer mit im Handgepäck haben. Nicht nur für den Flug, sondern auch falls ihr mal unvorhergesehen an einem Flughafen strandet oder euer Gepäck einen anderen Flieger genommen hat, als ihr selbst. Gleiches gilt für Männer übrigens auch für ein Reise-Rasierset und für Frauen die obligatorische Haarbürste. (z.B. Reisezahnbürste für 0,85 Euro von dm)


12 | Feuchtigkeitscreme

Wir schon öfter hier erwähnt: Die Luft im Flieger ist aufgrund der Klimaanlage sehr trocken. Das spürt ihr auch schnell im Gesicht. Am besten vor, während und nach dem Flug kurz das Gesicht eincremen. das dankt euch eure Haut mit einem gesünderen Erscheinungsbild am Reiseziel. Wichtig: Für das Handgepäck dürfen es nicht mehr als 100 ml sein. (z.B. für Frauen: Nivea Tagespflege Creme Sensitive 50 ml für 3,75 Euro bei dm; für Männer: L'Oréal Men Expert Hydra Sensitive Gesichtspflege 50 ml für 4,95 Euro von dm)


Und zu guter Letzt noch ein Zitat von Klaus Klages, selbsternannter Gebrauchsphilosoph: 
"Fliegen ist ungefährlich, wenn man genauso oft landet wie startet."


In diesem Sinne: Guten Flug.


Life is good. True story.
Euer Dominik






Sonntag, 20. März 2016

Mein erstes Running-Dinner

Als mich mein Freund fragte, ob ich mit ihm zu einem Running-Dinner gehen wolle, wusste ich erst gar nicht, was er damit genau meinte. Als er mir aber erklärte, dass man trotz des Namens weder während des Rennens sein Essen verschlingen muss, noch zu einem Restaurant hin- und wieder zurück zu laufen hat, war ich sofort Feuer und Flamme. Endlich mal wieder etwas Neues auf meiner persönlichen Erfahrungsliste. Mein erstes Mal bei einem Running-Dinner.

Wie funktioniert so ein Running-Dinner?

Ein Running-Dinner "läuft" wie folgt: Die so genannten Hosts stellen ihre Wohnungen für das Food-Happening zur Verfügung, kümmern sich um die Hauptspeisen und bleiben den ganzen Abend über in ihren Wohnungen. Die anderen Teilnehmer werden Runner genannt, denn sie sind den ganzen Abend unterwegs und springen von einem Host zum anderen. In der Regel sind es immer Zweier-Teams mit mindestens drei Hosts und sechs Runner-Teams. Mehr Teilnehmer sind natürlich auch möglich. Jedes Runner-Team muss entweder eine Vorspeise oder eine Nachspeise zubereiten und zu den Hosts mitbringen. In unserem Fall sind es insgesamt drei verschiedene Wohnungen (Hosts) mit je vier Personen - und uns natürlich. Das Spannende dabei: Keinen der anderen Teilnehmer haben wir vorher kennen gelernt.

Was kochen wir denn jetzt?

Erst dachte ich ja, als Runner müssten wir nur von einem Host zum anderen rennen und können einfach das bereits zubereitete Essen genießen, ohne selbst an den Herd zu müssen. Weit gefehlt. Denn auch wir mussten uns um einen Gang kümmern. Das Los fiel bei uns auf die Vorspeise. Ein Glück hatte niemand vorher irgendwelche Allergien oder Abneigungen angegeben. Ein veganes Gericht zu zaubern, wäre für mich, dem unwissenden Flexitarier, eine kaum lösbare Aufgabe gewesen. So gesehen hatten wir freie Hand und uns waren keine Gaumengrenzen gesetzt. Nur das Motto machte mir etwas Kopfzerbrechen: Black & White. Bezog sich das nun auf die Kleidung oder auch auf das Essen? Die große Frage lautete also: Was kochen wir denn jetzt?

Kreativ muss man sein. Oder sein lassen. 

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle kurz erwähnen, dass wir beide nicht die besten Köche sind. Und das ist unter uns gesagt sogar noch stark untertrieben. Deshalb ist es umso besser, wenn man eine Stilosophen-Kollegin hat, die gleichzeitig auch noch Food-Expertin ist. Sie überraschte uns nach einer kurzen Bedenkzeit gleich mit einem tollen und eigens kreierten Vorschlag: Belugalinsensalat auf Toastwürfeln mit Forellen-Frischkäsecreme und Pumpernickelcrumbles. Definitiv Black & White. Ich musste schlucken. Hörte sich echt gut an. Aber wie sollten WIR das hier bitte hinbekommen:

Unser anspruchsvolles Ziel: Der
Vorspeisen-Vorschlag von Stilosophin Pia


Eine gute Vorbereitung ist die halbe Mahlzeit

Nicht nur, dass mich meine Kollegin mit der tollen Idee unterstützt hat, sie hat mir auch noch das Rezept dazu verfasst. Völlig idiotensicher. Das Rezept findet ihr übrigens ganz unten unter diesem Artikel. Aber halt! Denn nun ging es also ans Eingemachte. Noch rund zwei Stunden bis zum Showdown des ersten Ganges, der von uns kommen sollte. Eingekauft hatten wir die Zutaten bereits einen Tag zuvor. Keine bösen Überraschungen sollten uns von der Vorspeise abhalten können. Wir fingen also an zu schnibbeln. Und zu schnibbeln. Und zu schnibbeln. Es ging tatsächlich alles ziemlich einfach von der Hand. Schritt für Schritt schnibbelten, kochten und brieten wir uns durch die Anleitung. Aber würde es den Gästen auch schmecken?

Unsere Umsetzung: Die Vorspeise in einem praktisch
zu transportierenden Glas mit eigens kreiertem Etikett

Das erste Abendmahl: Die Vorspeise.

Voll bepackt mit unseren Vorspeisengläsern und ganz in Black & White gekleidet, machten wir uns auf in Richtung erster Wohnung. Die Adresse war leicht zu finden und so klingelten wir etwas nervös und in positiver Aufregung an der Türklingel. Eine Stimme ertönte aus der Sprechanlage und bat uns freundlich in deren vier Wände. Wir überreichten unser kleines Gastgeschenk, frische Pralinen in Schwarz-Weiß, getrost unseres Mottos für den heutigen Abend. Die Wohnung war sehr geschmackvoll in der Hauptfarbe Weiß eingerichtet. Das zweite Runner-Team war noch nicht da. Somit nutzten wir die Zeit, um unsere Vorspeisen schon einmal auf dem schön dekorierten Esstisch zu platzieren, als es dann auch schon an der Tür klingelte. Das zweite Runner-Pärchen war eingetroffen und die sechsköpfige Runde war nun komplett. Nach ein paar Worten über unsere Vorspeise fing einer nach dem anderen an diese zu kosten. Die Augen, Mimiken und Gestiken aller verrieten es gleich: Die Vorspeise war uns gelungen. Uns fiel ein Stein vom Herzen. Die Stimmung war bei allen sofort sehr freundlich und vertraut und wir unterhielten uns prächtig über dies und das und Gott und die Welt. Die Zeit verging wie im Flug und so mussten wir uns nach rund eineinhalb Stunden leider schon wieder verabschieden, denn die Hauptspeise wartete auf uns - in einer anderen Wohnung.

Hauptsache gut: Die Hauptspeise.

Die zweite Wohnung war nur ein paar Gehminuten von der ersten entfernt und somit  genossen wir einen kleinen Abendspaziergang durch die Straßen Frankfurts. Wieder klingelten wir. Und wieder öffneten uns freudestrahlend unsere zwei Gastgeber für die heutige Hauptspeise. Die Altbau-Dachwohnung war riesig, erstreckte sich auf zwei Etagen und war sehr modern eingerichtet. Auch hier war das Motto in der Deko umgesetzt: Schwarz-weiße Helium-Ballons bildeten mit dem tollen Blumengesteck auf dem Esstisch ein hübsches Black & White-Ensemble. Wir fühlten uns sofort willkommen und sehr wohl. Kurze Zeit später traf auch das andere Runner-Team ein. Während die Gastgeberin noch ein paar letzte Vorbereitungen für die Hauptspeise zu verrichten hatte, genossen wir eine kleine Wohnungsführung ihres Mannes durch die Räumlichkeiten. Zurück am Esstisch wurde dann auch gleich ganz groß aufgetischt. Es gab Rinderfilet mit Trüffelnudeln auf Blumenkohlpüree mit einer Balsamico-Reduktion. Das Fleisch war auf den Punkt gegart und schmeckte köstlich, und die Trüffelnudeln waren ein Traum. Es schmeckte fantastisch. Wir redeten und lachten, tauschten uns über die Erfahrungen der Vorspeise mit den anderen aus. Einzig die Zeit spielte gegen uns, denn auch hier war alles leider wieder viel zu schnell vorbei. Nach wiederum eineinhalb Stunden bedankten wir uns mit unserem Gastgeschenk für das leckere Essen, verabschiedeten uns herzlich und liefen zurück zum Auto, um zu unserer dritten Location für diesen Abend aufzubrechen.

Die Hauptspeise: Rinderfilet mit Trüffelnudeln auf
Blumenkohlpüree und einer Balsamico-Reduktion

Das Beste kommt zum Schluss? Die Nachspeise.

Mittlerweile war das Klingeln reine Routine, doch die Spannung blieb dieselbe. Doch auch hier wurden wir sehr freundlich empfangen. Die Wohnung war sehr gemütlich eingerichtet, in der Ecke brannten die wohligen Flammen einer Feuerstelle und die Gastgeber präparierten gerade den Esstisch für den letzten Gang. Die Nachspeise, die das zweite Runner-Team mitbringen sollte, ließ nur kurz auf sich warten. Und so klingelte es auch wenige Augenblicke später und die letzten Runner kaperten kurz die Küche der Gastgeber, um das mitgebrachte Dessert anzurichten. Es gab Erdbeeren mit frischer Mascarponecreme und elf unterschiedlichen Gewürzen. Ich konnte mir leider nur Zimt und Chili merken, aber es schmeckte leicht, frisch und köstlich. Dazu wurden dunkle Schokoladenstücke gereicht. Auch mit diesen uns zuvor noch fremden Personen waren gleich zahlreiche Themen gefunden, über die wir uns anregend unterhielten und uns sogar so verquatschten, dass wir beinahe die Zeit vergaßen. Denn nach den drei Gängen sollte der ganze Abend ja noch nicht zu Ende sein.

Erdbeeren mit frischer Mascarponecreme
und elf unterschiedlichen Gewürzen


Running-Dinner: Afterparty!

Alle Hosts und Runner trafen sich nach dem Essen im Frankfurter Club "Chinaski". Es war toll all die Menschen noch einmal zu sehen, die uns heute den Abend über begleitet hatten, plus die Runner und Hosts, die wir an dem Abend noch gar nicht kennen gelernt hatten. Es war sehr lustig und wurde entsprechend spät, denn wir quatschten, tanzten und lachten bis spät in die Nacht hinein.

Die Running-Dinner Afterparty fand im Chinaski in Frankfurt
bei coolen Beats und leckeren Drinks und Coktails statt.
  

Das After-Run-Fazit

Ein Running-Dinner lebt immer von den Menschen, die daran teilnehmen. Natürlich steht auch das Essen irgendwie im Mittelpunkt, sind es aber doch die Menschen, die den Abend erst unvergesslich machen können. Wir hatten das große Glück wirklich tolle und interessante Menschen kennen zu lernen, die ohne Ausnahme sofort sehr offen ihre persönlichen Geschichten mit uns teilten. Es waren unter anderem Flugbegleiter, Unternehmensberater und Medizinstudenten dabei. Und sie kamen aus verschiedenen Nationen wie der Schweiz, Österreich, Japan, Mexiko und sogar aus Offenbach. Es war ein bunter, sehr lustiger Abend mit tollen Menschen. Wann hat man denn schon mal die Gelegenheit in drei fremde Wohnungen zu schauen und in einer sehr entspannenden Atmosphäre zwölf neue Menschen kennen zu lernen? 

Wenn ihr also mal die Gelegenheit habt an einem Running-Dinner teilzunehmen: Macht mit. Es ist rein Riesenspaß.

Life is good. True story.
Euer Dominik 


Das Rezept von Stilosophin Pia:

Belugalinsensalat auf Toastwürfeln mit Forellen-Frischkäsecreme
und Pumpernickelcrumbles

Die Zutaten:















Für die Forellencreme:
- 300g Frischkäse
- 2 TL Gemüsemeerrettich (alternativ: bereits fertiger Meerrettichfrischkäse)
- 2 TL Dijonsenf
- 1 Packung geräucherte Forelle

Für den Belugalinsensalat:
- 200g Belugalinsen
- 1 mittelgroße Karotte
- 1 Knoblauchzehe
- 1/2 rote Zwiebel
- 1/2 Birne
- 1 Handvoll Walnusskerne
- Glatte Petersilie
- Aceto Balsamico
- Olivenöl
- Salz
- Pfeffer

Außerdem:
- 12 Scheiben Weizentoastbrot
- 6 Scheiben Pumpernickel

Zubereitung Forellencreme:

1. Forellenfilets klein hacken
2. Frischkäse, Gemüsemeerrettich und Dijonsenf misch
3. Forellenfilets untermischen
FERTIG!


Zubereitung Belugalinsensalat:

1. Belugalinsen mit der doppelten Menge Wasser zum Kochen aufsetzen (nach dem ersten Aufkochen ca. 20 Minuten köcheln lassen; erst kurz vor Ende salzen).
2. In der Zwischenzeit Zwiebel und Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden (ca. 0,5 cm).
3. Walnüsse klein hacken.
















4. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Walnüsse, Zwiebel und Karotte hinzufügen und anbraten.
5. Nach etwa vier Minuten Knoblauchzehe pressen und zur Zwiebel-Karotten-Walnuss-Mischung hinzugeben, salzen und pfeffern. Noch eine Minute braten lassen, danach Pfanne vom Herd nehmen.
6. 1/2 Birne in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen.
7. Belugalinsen abgießen und leicht abkühlen lassen.
8. 1 Handvoll glatte Petersilienblätter klein hacken und über die Linsen streuen.
9. Karotten-Zwiebel-Walnuss-Mischung unter die Linsen mischen.
10. Birnenwürfel ebenfalls untermischen.
11. 1 Prise Salz hinzufügen
12. 3 TL Balsamicoessig und 1 EL Olivenöl hinzufügen, alles gut vermischen.
















Anrichten:

1. Toastscheiben toasten, mit ein paar Tropfen Olivenöl beträufeln und danach in ca. 1 cm große Würfel schneiden.
2. Pumpernickel klein hacken.

Alles gemäß Zeichnung unten in einem Glas anrichten.
FERTIG! :)









Pumpernickelcrumbles

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Forellencreme

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Toastwürfel

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Belugalinsensalat

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Toastwürfel