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Sonntag, 5. Juni 2016

Es muss ja nicht immer Grill Royal sein: Lecker Essen in Berlin

Letzten Monat war ich mal wieder in Berlin. Dies Mal aber nicht privat, sondern auf einem Shooting. Eine Woche lang. Der Vorteil ist - wenn man geschäftlich in Berlin zu tun hat - man trifft eine Menge Locals. Und die führen ein oftmals in Restaurants, die man als Tourist vielleicht nicht so auf dem Schirm hatte. Denn es muss ja nicht immer ein Burger oder das Grill Royal sein. Geschmacksknospen aufgepasst, hier sind meine Tipps:

Clärchens Ballhaus

Wer nicht nur einen Biergarten, sondern einen ganz besonderen Biergarten sucht, der ist bei Clärchens Ballhaus richtig. Statt typischer Biergarten Küche gibt es gehobene Biergarten Küche. Aber eben nicht zu gehobenen Preisen. Ich zum Beispiel hatte die hausgemachten Buletten vom Schwanter Wasserbüffel auf frisch gemachtem Kartoffelsalat. Sehr lecker. Pizza gibt es nebenbei aber auch noch. Und abends wird hier im Inneren des Ballhauses von Jung und Alt das Tanzbein geschwungen. Tolles Ambiente. Absolut kultig!


Bildquelle: bz-berlin.de
Website: www.ballhaus.de
Preise: €

Noto

Das Noto ist ein ausgesprochen kleines und sehr privat wirkendes Restaurant mit einer fabelhaften Küche. Eine Suppe, drei Vorspeisen, drei Hauptgerichte, drei Desserts. Das war's. Mehr gibt es nicht. Mehr braucht es aber auch nicht, denn im Grunde ist hier alles lecker. Man bestellt à la Carte. Entweder einzelne Gerichte oder ein komplettes Menü. Nehmt auf jeden Fall das komplette Menü. Es ist zwar nicht ganz günstig, aber es lohnt sich. Die Speisen werden vor den Augen der Gäste angerichtet, was ich persönlich immer toll finde. Ihr solltet aufgrund der wenigen Plätze unbedingt vorher reservieren. Das Noto liegt in Berlin Mitte in der Torstraße.


Bildquelle: noto.com
Website: www.noto-berlin.com
Preise: €€€


Frau Mittenmang

Dieses Restaurant in der Rodenbergstraße am Berliner Prenzelberg ist noch ein richtiger Geheimtipp. Okay, es wurde als Restauranttipp bei der Berliner Fashion Week angepriesen. Aber wer schafft es schon auf die Fashion Week. Also kann man das ruhig noch als einen Geheimtipp bezeichnen. Übrigens kannten noch nicht mal ein Drittel der Berliner Locals das Restaurant. Das Ambiente ist total geerdet. Schön ist: Man kann auch draußen sitzen. Und das ziemlich ruhig. Die Kellner sind sehr locker, aber absolut vom Fach. Sie kennen die Karte nicht nur auswendig, sie kennen auch alle Zutaten. Da macht es Spaß sich erst gar nicht mit der Karte zu beschäftigen (auf denen ohnehin Begriffe und Speisen stehen, die ich in meinem Leben noch nie gehört habe) und direkt nachzufragen. Das Essen - und das kann ich jetzt einfach mal so salopp sagen, weil es eben auch zu diesem Restaurant passt - es ist der Hammer. Eine kreative, sich ständig wechselnde Karte, ehrliche Menschen, ehrliche Preise und absolut leckeres Essen - was braucht es bitteschön mehr? Eben. Auf dem Männerklo findet ihr übrigens ein Klavier. Wenn das jetzt nicht überzeugt, weiß ich auch nicht.


Bildquelle: amsfrank
Website: www.fraumittenmang.de
Preise: €€

NENI

Das NENI befindet sich auf dem Dach des 25 hours Hotels, gleich neben dem Berliner Zoo. Von dort kann man während des Essens auch die Affen beim herumblödeln beobachten. Aber nicht nur die Location ist super, auch das Essen. Die Israelische Küche ist absolut lecker und auf der umfangreichen Karte findet man zu jedem Gusto das passende Gericht. Auch hier gilt: Vorher reservieren. Und danach geht es einfach in die dazugehörige Bar gleich nebenan.

Bildquelle: 25hours-hotel.com


Website: NENI
Preise: €€

Life is good. True story.
Euer Dominik

Freitag, 8. Januar 2016

Was esse ich denn jetzt?




Die ewige Gewissensfrage




Gleich vorneweg: JA! Ich mag es, zu essen. Und ich liebe es, gut zu essen. Dabei respektiere und bewundere ich all diejenigen, die gekonnt, bewusst und kulinarisch kunstvoll mit Nahrungsmitteln umgehen und umso mehr ist meine Toleranz gefragt, wenn es darum geht, das werktägliche Kantinenessen zu würdigen.


Wenn ich kann, koche ich in meiner Freizeit selbst und seitdem die Stilosophen gemeinsam mit ein paar Freunden einen fleischlosen Monat eingelegt haben, achte ich noch bewusster auf die Herkunft meiner Lebensmittel. Nun bin ich da ja kein Vorreiter sondern mache im Kleinen, was viel bekanntere Menschen bereits seit längerem tun und auch davon berichten. Angefangen damit, vornehmlich saisonale und regionale Produkte zu verarbeiten. Selbst mir ist klar, dass eine Zwiebel aus Südafrika inklusive Transport schädlicher für die CO2-Bilanz ist als eine vom ortsansässigen Bauern. Also schaue ich schon mal genau hin, wo’s herkommt. Und dass man sich auf den Begriff „Bio“ ohnehin nicht verlassen kann, hat sich sogar bis zu mir herumgesprochen. Deswegen versuche ich wo es geht, meine Produkte direkt vom Erzeuger zu bekommen.



Ich gebe zu, ich habe Glück, denn ich wohne außerhalb, etwa 10 Minuten von der Stadt entfernt, in einem kleinen Dorf mit allen entsprechenden Vorteilen, wie Öko-Bauern, Hofläden und einem großen eigenen Garten mit fruchtbarer Erde. Für mich bedeutet das: Eier von freilaufenden Hühnern, Käse von glücklichen Kühen und eine Auswahl an Äpfeln, Erdbeeren und Salat sowie Kürbis, Tomaten und Himbeeren aus eigenem Anbau in Hülle und Fülle. 

Dennoch muss ich auch einem Rückschlag berichten, nämlich dem Besuch beim benachbarten Bauern, um dort mein Fleisch zu kaufen. Statt den Hofladen zu finden verirrte ich mich zwischen die Freigehege der Tiere und konnte mir alles in Ruhe ansehen. So weit das Auge reichte, liefen die unverarbeiteten Objekte meiner Fleischeslust zufrieden auf großzügigen Flächen umher und freuten sich über den unerwarteten Besuch. Und so kam es, dass niedliche Mangalitza-Wollschwein-Ferkelchen wedelnd (!) an den Zaun gelaufen kamen, um sich von mir kraulen zu lassen. Damit war für mich die Entscheidung gefallen. Keines dieser zutraulichen Tiere sollte auf meinem Teller landen!



Diese kleinen Kameraden sollten nicht für mich zum Steak werden
Gleichzeitig ärgerte ich mich über mich selbst, denn erstens wusste ich ja, dass mein Nackensteak aus einem dieser Tiere geschnitten wurde und zweitens bestrafte ich mit meinem Verhalten auch noch den armen Bauern, der gegen den Preisdruck und die Industrialisierung ankämpft, um den Tieren ein würdiges Leben zu ermöglichen und dabei hohe Qualität zu liefern. Irgendwas war also falsch und ich gestand mir ein, dass ich als ehemaliges Stadtkind offenbar schon so entartet bin, dass es mir schwerfällt, zu akzeptieren, dass dem Steak nun mal die Tötung vorausgeht.



Das war sie also, meine Gewissensfrage: Was esse ich denn jetzt? An diesem Tag blieb ich vegetarisch. Zerknirscht bin ich nach Hause gestiefelt und habe Salat gemacht.


Es ist nicht so, dass ich damals zur Vegetarierin wurde. Aber ich beginne umzudenken. Mein Fleisch kaufe ich erst, nachdem ich mir noch mal die kleinen Ferkelknopfaugen bewusst gemacht habe. Ich weiß, dass die Tiere beim Bauern meiner Wahl ein gutes Leben hatten, bevor sie als Nahrung für mich dienen und möchte manchmal gar nicht so genau wissen, welches Leid einem Discounter-Hackfleisch-Tier angetan wurde, bevor ich daraus schnöde Spaghetti Bolo fabrizierte. Diese Zeiten sind für mich endgültig vorbei. Wenn ich Fleisch esse, dann kaufe ich es dort, wo ich weiß, dass das Tier respektvoll und artgerecht aufgezogen wurde. Und ich entdecke neue Arten zu kochen, andere Zutaten und Gewürze, die ich bisher noch nicht kannte. Ich bin also Flexitarier geworden und bin damit sehr glücklich. Hinter diesem Modebegriff verbirgt sich ganz Banales und Althergebrachtes, nämlich einfach mehr Gemüse und eher selten, dafür aber bewusst gutes Fleisch zu essen. Mangalitza-Fleisch werde ich aber wohl niemals probieren. Dazu waren die kleinen Kerle einfach zu niedlich.


Für alle, die sich überlegen, heute mal fleischfrei zu bleiben, habe ich ein kleines Rezept , welches in der kalten Jahreszeit die Seele wärmt

Sesam--Möhren-Suppe
Zutaten für 4 Personen:

1 Zwiebel
1–2 Knoblauchzehen
225 g Möhren
125 g Kartoffeln
1 Stück (ca. 1 cm) Ingwerwurzel
2–3 EL Olivenöl
2 mittelgroße Tomaten oder eine große Fleischtomate
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
1 EL Tomatenmark
1 Dose Kokosmilch
750 ml Gemüsebrühe
4-5 EL Tahini (helle Sesampaste)
2 EL griechischer Joghurt
1-2 EL Sesamsamen
1 kleine frische Chili (nach Geschmack)
Basilikum zum Garnieren

Zubereitung:
  1. Zwiebel schälen und fein würfeln. Knoblauch schälen und fein hacken. Möhren und Kartoffeln schälen und fein würfeln. Ingwer schälen (ich finde, das geht am besten mit einem Teelöffel) und fein reiben.
  2. Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel darin glasig dünsten. Kartoffeln, Möhren, Knoblauch und Ingwer hinzufügen und unter gelegentlichem Wenden bei schwacher bis mittlerer Hitze 4-5 Minuten dünsten.
  3. Inzwischen Tomaten waschen, putzen und fein würfeln. Tomaten zufügen, kurz mitdünsten und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Tomatenmark unterrühren und kurz anschwitzen.
  4. Mit Brühe und Kokosmilch ablöschen, Tahini hinzufügen. Danach aufkochen und zugedeckt ca. 15 Minuten garen. Joghurt unterrühren. Sesam in einer heißen Pfanne ohne Fett kurz anrösten und vom Herd nehmen, damit die Samen nicht zu dunkel werden. Chilischote waschen, entkernen und in kleine Streifen schneiden.
  5. Suppe von der Herdplatte nehmen und mit einem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Schalen anrichten und mit Sesam,Chili und Basilikum garnieren.

Lasst es Euch schmecken und wer wissen will, ob er einen Direktvermarkter in seiner Nähe hat, dem hilft www.hofladen-bauernladen.info. Ganz besonders empfehlen möchte ich Euch Bauer Mann, bei dem ich mich von der artgerechten Haltung der Tiere überzeugen konnte. Bauer Mann verkauft unter anderem auch freitags und samstags in der Kleinmarkthalle Frankfurt. Schaut ruhig mal vorbei.

In diesem Sinne. Lasst es Euch gut gehen. Das Leben ist lecker!!!

die pia

Freitag, 1. Januar 2016

Time Out in Lissabon - Street Art, Kunst und Kulinarik

Zugegeben, Lissabon stand nicht ganz oben auf meiner Liste eines möglichen Urlaubsziels über den Jahreswechsel. Vielmehr waren es das hoffentlich bessere Wetter und vor allem das Meer, das mich während der rauhen Wintermonate Deutschlands reizte und dort hinzog. Das Wetter passte schon mal. Kühl, aber jeden Tag sonnig. Und das Meer war auch da. Die größte Party findet am Silvesterabend übrigens auf dem "Praca do Commercio" statt, der aber gern auch noch bei seinem alten Namen "Terreiro do Paco" in aller Munde ist. Tausende Portugiesen und Touristen aus der ganzen Welt begrüßen hier das neue Jahr feuchtfröhlich mit Silvesterböllern und Raketen, liegen sich in den Armen und hoffen auf ein noch besseres Folgejahr. Ich hingegen habe mich am Silvesterabend nach gelungener Anreise erst einmal erschöpft auf das gemütliche Bett des NEYA Hotels fallen lassen, bin aber überraschend eingeschlafen und erst am nächsten Tag wieder aufgewacht. Eine rauschende Silvesterparty sieht wohl anders aus. Aber kein Grund zur Traurigkeit.


Liebe auf den zweiten Blick

Dafür ging es am nächsten Tag gleich frühmorgens zum Urban-Exploring in die Stadt, während die meisten sicherlich noch ihren großen Rausch ausschliefen. Der erste Eindruck Lissabons mit seinen teilweise stark heruntergekommenen, neoklassizistischen Gebäuden täuscht etwas, wie ich finde. Auch in die Jahre gekommene und ungepflegte Gebäude haben durchaus ihren Reiz. Warnungen vor Taschendieben sind in Lissabon allgegenwärtig, dazu bekommt man oft eine regelrechte 6-Gänge-Menükarte diverser Genußmittel auf offener Straße serviert. Ein klares "Nein" wird hier allerdings durchaus akzeptiert. Die wahre Seele der Stadt aber erschließt sich einem erst, wenn man in die Gassen der Metropole eintaucht, die zahlreichen Plätze erkundet und somit die wahren Schmuckstücke entdeckt. Zum Beispiel das "Mirodouro de Santa Catarina", was plötzlich aus dem grauen Umfeld heraus in frischem Gelb feinsäuberlich herausgeputzt vor einem auftaucht und heute als Restaurant genutzt wird. Davor ist übrigens einer der aussichtsreichsten Plätze der Stadt zu finden. Süßer Geruch von Gras steigt einem in die Nase, während die zahlreichen Menschen auf den Steinen Platz genommen, in einem Stimmenwirrwarr verwickelt hinunter auf das Wasser des "Tajo" schauen und mit den sich fantastisch bietenden Sonnenuntergängen liebäugeln.

Auszeit im Time Out

Steigt man am "Terreiro do Paco" in die gleichnamige Metro-Station und fährt zur Haltestelle "Cais do Sodré" ist man nach ein paar Schritten schon mitten im "Time Out Lissabon". Vormittags herrscht hier buntes Treiben in der angeschlossenen Kleinmarkthalle mit ihren Ständen voll fruchtigem Obst, frischem Fisch und duftenden Schnittblumen. Eine beeindruckende Atmosphäre. Mittags zieht es die Besucher dann in die große Halle mit den zahlreichen Gourmettempeln. Der Ausdruck "Essenstände" wäre hier wirklich eine rücksichtslose Beleidigung dieser Anbieter kulinarischer Gaumenfreuden. Hier findet wirlich jeder etwas für seinen Gusto. Und dazu noch frisch, mit den besten Zutaten zubereitet und einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis. Es duftet nach frischen Kräutern, gebratenem Fleisch, köstlichen Saucen und frisch gebackenem Kuchen. Von exklusivem Sushi über ausgefallene Fleischgerichte bis hin zu traumhaften Desertvariationen bleiben hier wirklich keine Wünsche offen.


Burger-Glamour vom Allerfeinsten by "Alexandre Silva"
Ein kulinarisches Highlight - das "Time Out Lissabon"

Auch architektonisch hat das "Time Out" durchaus etwas zu bieten. In der großen Food-Hall mit ihrer interessanten Deckenkonstruktion ist der alte, traditionelle Kleinmarkt-Charakter erhalten geblieben und vielmehr mit dem Charme moderner Elemente zu einem harmonischen Ensemble verbunden worden, die Gemütlichkeit ausstrahlt. Hier treffen sich Business-Kapser und Ottonormal-Bürger, verfeinert um ein paar wissende Touristen, durch die Bank weg aller Altersklassen.

Tipp: Auch abends hat das "Time Out" seine Tore bis in die Nacht geöffnet. Und hier lässt sich neben fein temperierten Weinen und köstlichen Cocktails auch einfach mal ein klassisches Bier genießen -  eben ein Ort für jedermann.



Kunstinteressierte werden Lissabon lieben

Vom "Cais do Sodré", quasi der "Grand Central Station" Lissabons, mit der Tram weiter Richtung Westen an der "Av. Brasilia" entlang, erreicht man die direkt unter einer Brücke gelegene "LX Factory". Schon lange kein wirklicher Geheimtipp mehr, aber Heimat zahlreicher Designershops, Künstlerateliers und angesagter Cafés. Bei einem entspannten Spaziergang durch die Gassen des alten Fabrikgeländes sieht man Kunst in jeder Ecke und soweit das Auge reicht. Hier kann man Sprayer bei der Arbeit zusehen, dazu Malereien, Street Art, Graffitis und Installationen bestaunen. Besonderes Highglight: Ein Buchladen, vollbepackt mit Büchern bis unters Dach und mittendrin eine alte Druckerpresse, die darauf wartet, die Gäste als hergerichtetes Café auf mehreren Ebenen in Empfang zu nehmen. In Lissabon findet man übrigens an sehr vielen Orten, Gebäuden und Gassen tolle Street Art Künste.


Street Art in der "LX Factory"
Buchstäblich Bücher bis unters Dach
Graffitikünstler am Werk


Großes Staunen

Am anderen Ufer des "Tajo", im Grunde einmal über die große Brücke hinüber, befindet sich die große Cristo Rei Statue, einer der drei wichtigsten Wallfahrtsorte auf der ibirischen Halbinsel, die irgendwie auch an die Statue von Rio erinnert. Besucher ohne Auto sollten
Die Cristo Rei Statue am anderen Ufer des "Tajo"
für die Besichtigung schon mal gut einen halben Tag einkalkulieren. Aber es ist ein halber Tag, der sich in meinen Augen auch lohnt, denn vielen Besuchern Lissabons ist diese "Wallfahrt" schlicht zu aufwändig. Belohnt wird man mit wenig Touristen und einer sehenswerten Attraktion. Am besten schnappt man sich eine der Fähren vom "Cais do Sodré" aus nach "Casilhas", was nicht nur einem netten Bootsausflug gleichkommt, sondern man auch noch mal einen ganz anderen Blick auf die hügelige Metropole Portugals bekommt. Weiter geht es dann mit dem Bus durch ein kleines Städtchen direkt hinauf bis hin zur Statue. Kleiner Tipp: Prägt euch am besten gleich bei Ankunft schon mal die Rückfahrtermine der Busse ein, sonst wartet ihr unter Unständen lange an der Busstation auf die entsprechende Rückfahrt. Schon am Fuße der Statue, 113 Meter über den "Tajo", hat man einen traumhaften Ausblick auf Lissabon und die grandiose Brücke "Ponte 25 de Abril", der nur noch davon getoppt wird, wenn man den Aufzug auf die gut 28 Meter hohe Statue hinauffährt. Nehmt euch Zeit und genießt diesen sagenhaften Ausblick, die Ruhe vom Treiben der gegenüberliegenden Stadt und werft einen Blick auf die im Inneren liegende kleine Kapelle.
 
Ein Hauch Golden Gate Bridge Feeling: Blick vom Fuße der "Cristo Rei" Statue über den "Tajo" Richtung Lissabon.



 Jeder Tag ein Auf und Ab


In Lissabon geht es auf und ab. Das liegt vor allem an dem hügeligen Untergrund, auf dem die Stadt gebaut ist. Das lässt sich aber leicht umgehen. Zum Beispiel mit einer Fahrt in einer der historischen Trams. Diese ist im 24h-Ticket der öffentlichen Verkehrsmittel bereits enthalten. Mein Tipp: Einfach an einer Haltestation einsteigen und bis zum Ende durchfahren, dann umsteigen und den ganzen Weg an all den sehenswerten Sehenswürdigkeiten wieder zurückfahren. Auch durch die sehr schmalen Gassen zum "Castello de S. Jorge" fährt die historische Tram hinauf. Dies Strecke ist zum Teil so eng gebaut, dass hier nur noch ein paar Zentimeter zwischen Tram und den Gebäuden frei bleiben, durch die sich dann auch noch Menschen und Mopeds quälen. Die letzten Meter muss man zwar zu Fuß zurücklegen, dafür hat man aber an der Haltestation einen weiteren Ort mit wahnsinnigem Blick über die Stadt und möglichen Kreutzfahrtschiffe, die vor der porugiesischen Hauptstadt anlegen.




Mit der historischen Tram geht's hoch hinaus.





Blick über die Dächer der Hauptstadt Portugals.

 

Modernes Lissabon


Neben den alten Stadtteilen Lissabons gibt es natürlich auch noch die moderneren. Weiter im Osten gelangt man über die Metro-Station "Oriente" durch die "Vasco da Gama"-Shoppingmall hindurch zum ehemaligen Expo-Gelände. Hier kann man nach einem Besuch des Ozeanariums mit einer Seilbahn über das komplette Gelände gleiten, das vor allem für Architekturinteressierte einiges zu bieten hat. Vor allem  die hängende Dachkonstruktion ist hier sehr imposant. Zwischen den ehemaligen Pavillons finden sich Restaurants und kleinere Plätze mit Brunnen, diversen Wasserspielen und Spielplätzen, eingerahmt in einer modernen Hafenatmosphäre.


Mit der Seilbahn über das Expogelände.
Die hängende Dachkonstruktion.










 

 





Alles Sehenswerte dieser Stadt zu erwähnen ist so gut wie unmöglich. Deshalb findet ihr weiter unten einfach noch ein paar weitere Impressionen der portugiesischen Metropole, die auf jeden Fall eine Reise wert ist. Vielleicht ja auch über den nächsten Jahreswechsel. Dann aber mit einer echten Fado-Silvesterparty und den berühmt berüchtigten Puddingteilchen.


Life is good. True story.
Euer Dominik

Weitere Impressionen  von Lissabon